|
|
| Alles dreht sich bei ihm um knusprige Hähnchen: Sein
Markenzeichen will Heinz-Peter Finke TV-beflügelt von "Hagen hilft"
in neuen Varianten in den Mittelpunkt stellen. |
| Foto:
Krause | Hähnchenklause Finke,
unter diesem Namen ist der von seinem Vater 1966 an der Borkener Straße
gegründete älteste Dorstener Imbiss auch heute noch überall ein
Begriff.
„Kennen Sie Finke?“, fragte Kabel-eins-Unternehmensberater Stefan Hagen
beim Casting für seine Sendung viele Dorstener. „Natürlich!“, lautete
stets die Antwort und ebnete so den Weg dafür, dass der TV-Sender in der
Sendung „Hagen hilft“ (voraussichtlich am 18. September) dem
angeschlagenen Traditionsbetrieb auf die Beine hilft. Wie konnte es
soweit kommen? Die goldenen Zeiten für klassische Imbiss-Lokale sind lange
vorbei.
Stammkunden sterben langsam
aus
Die Konkurrenz ist groß, die Kosten noch größer. Die
Stammkunden sterben wortwörtlich langsam aus, die Jugend pilgert zu
McDonalds, Burger King oder zur Döner-Bude. „Mein Vater hat mit dem
gleichen Umsatz wie heute das Doppelte verdient“, weiß Heinz-Peter Finke
aus leidvoller Erfahrung.
Vor anderthalb Jahren stand sein Betrieb kurz vor der Insolvenz, mit
einem Spar-Konzept gelang die Wende. Um aber dauerhaft eine Perspektive zu
haben, muss Finke neue Kundenschichten erschließen. Dabei soll ihm die
TV-Sendung helfen. Mit Unternehmensberatern aus Bayern, die Kabel eins
bezahlt, entwickelte Finke ein Konzept, mit dem bald eine neue
Zeitrechnung beginnen soll.
Geschlossen während zehntägiger
Renovierung
Am Dienstag (2.9.) schließt sein Lokal für
eine zehntägige Renovierungsphase, solange versorgt ein Imbisswagen von
Josef Bellendorf vor Ort die Stammkunden.
Ab Mitte September ist dann vieles anders: Neues Logo (von Tochter und
Lebensgefährtin entworfen), neue frische Farben, neue Raumaufteilung (mit
einem Grill im Mittelpunkt, in dem eine Web-Cam die Hähnchen beim Brutzeln
beobachtet) und vor allem eine neue Speisekarte.
Darauf stehen neben Chili-Hähnchen und Fitness-Chicken auch Burger vom
Grill, „die etwas teurer sind, aber ungleich besser schmecken als die
Ketten-Produkte – wer die einmal probiert hat, kommt immer
wieder.“ |